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Ein strukturierter Überblick über die Grundimmunisierung im ersten Lebensjahr — mit Empfehlungen der StIKo Vet.

Leg ein kostenloses Profil an, halte Gesundheit und Impfungen im Blick und bekomme Erinnerungen genau dann, wenn sie wichtig werden.
Vermehrter Durst kann harmlos sein — oder das erste Anzeichen einer Erkrankung. So ordnest du es richtig ein.
In den ersten vier Lebensmonaten werden die wichtigsten medizinischen Weichen für ein Hundeleben gestellt. Der Impfkalender klingt bürokratisch, ist aber im Alltag überschaubar — wenn du ihn einmal strukturiert vor dir hast. Was folgt, orientiert sich an den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) und ist als Gerüst gedacht, nicht als starres Rezept. Die konkrete Anwendung bespricht jede Tierärztin individuell mit dir.
Impfungen werden in zwei Kategorien eingeteilt.
Core-Impfungen (auch: Pflichtimpfungen im engeren Sinn) schützen vor Krankheiten, die lebensbedrohlich oder in Deutschland weit verbreitet sind. Jeder Hund sollte sie erhalten.
Non-Core-Impfungen werden empfohlen, wenn ein spezifisches Risiko besteht — etwa bei häufigen Reisen, Kontakt zu anderen Hunden oder bestimmten regionalen Gegebenheiten.
Die typische Grundimmunisierung sieht wie folgt aus. Dein Welpe wird zu diesen Zeitpunkten vorgestellt:
8. Lebenswoche: erste Grundimmunisierung — Staupe, Parvovirose, HCC, Leptospirose. Diese erste Impfung ist oft schon beim Züchter erfolgt; lass dir den Impfpass aushändigen.
12. Lebenswoche: Wiederholung der Core-Komponenten, zusätzlich erste Tollwutimpfung.
16. Lebenswoche: abschliessende Wiederholung der Core-Impfungen. Dieser Termin ist wichtiger, als viele denken — bis zum vierten Monat können Antikörper der Mutter den Impferfolg teilweise blockieren. Die 16-Wochen-Impfung ist quasi die "Versicherung", dass die Grundimmunisierung wirklich greift.
15. Lebensmonat: erste Auffrischung, schliesst die Grundimmunisierung ab.
Für Staupe, Parvovirose und HCC reicht nach aktueller Empfehlung eine Auffrischung alle drei Jahre. Leptospirose und Tollwut werden in der Regel jährlich nachgeimpft. Diese Intervalle wirken länger als früher und beruhen auf soliden Immunitätsstudien der letzten fünfzehn Jahre.
Sinnvoll, wenn dein Hund in Hundepension, Hundeschule oder Tagesbetreuung geht. Viele Einrichtungen setzen sie voraus.
Die Empfehlung hierzu ist medizinisch umstritten. In stark betroffenen Regionen (Süddeutschland, Nordostdeutschland) kann sie sinnvoll sein. Sie ersetzt jedoch niemals die tägliche Zeckenprophylaxe.
Spezifisch für Hündinnen, die gedeckt werden — nicht relevant für Familienhunde.
Ein gesunder Welpe verträgt Impfungen in der Regel problemlos. Müde für einen Tag, etwas empfindliche Einstichstelle, vielleicht leicht erhöhte Temperatur — das ist erwartbar.
Nicht geimpft werden sollte dein Welpe, wenn:
In diesen Fällen wird der Termin verschoben — das ist kein Rückschlag, sondern medizinisch korrekt.
Der EU-Heimtierausweis ist dein wichtigstes Dokument. Er enthält Microchipnummer, Impfungen, und alle Grundlagen für Reisen. Zwei Grundregeln: niemals im Handschuhfach im Sommer liegen lassen (Temperatur beschädigt das Papier), immer eine digitale Kopie aller Seiten behalten.
Wenn du den Pass verlierst, kann ein Duplikat erstellt werden — aber nicht alle historischen Einträge lassen sich vollständig rekonstruieren. Ein Foto auf dem Handy kostet zwei Minuten.
Hol den Impfpass deines Welpen heraus und prüfe drei Dinge: Ist die Grundimmunisierung vollständig (alle drei oder vier Termine)? Wann ist die nächste Auffrischung fällig? Wann wurde zuletzt entwurmt? Trag dir die nächsten zwei fälligen Termine heute in den Kalender ein — oder nutze die Impferinnerung in deinem Tierprofil.