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Vermehrter Durst kann harmlos sein — oder das erste Anzeichen einer Erkrankung. So ordnest du es richtig ein.

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Von der Dog Aging Study bis zur ersten FDA-Zulassung für ein Anti-Aging-Medikament: Wo steht die Forschung — und was kannst du heute schon tun?

Ein strukturierter Überblick über die Grundimmunisierung im ersten Lebensjahr — mit Empfehlungen der StIKo Vet.
Katzen sind Wüstentiere — genetisch. Eine gesunde, durchschnittlich grosse Katze trinkt in der Regel zwischen 40 und 60 Millilitern Wasser pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Bei einer fünf Kilogramm schweren Katze sind das rund 200 bis 300 Milliliter, inklusive der Feuchtigkeit im Futter. Wenn du plötzlich beobachtest, dass dein Tier den Napf mehrmals täglich leertrinkt, ist das ein Signal, das aufmerksam gemacht werden sollte.
Der medizinische Begriff für vermehrten Durst lautet Polydipsie. Fast immer geht sie mit Polyurie einher — also häufigerem oder stärkerem Wasserlassen. Beide Symptome zusammen sind kein Krankheitsbild an sich, sondern ein Hinweis darauf, dass der Körper versucht, etwas zu regulieren.
Ein zuverlässiger Richtwert: Mehr als 100 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag gelten als auffällig. Bei der genannten fünf Kilogramm schweren Katze also alles über einen halben Liter. Falls du unsicher bist, miss die tägliche Trinkmenge an drei aufeinanderfolgenden Tagen mit einem Messbecher — das gibt dir und uns einen belastbaren Ausgangswert.
Wichtig: Katzen, die ausschliesslich Trockenfutter bekommen, trinken deutlich mehr als Katzen mit Nassfutter-Anteil. Ein plötzlicher Anstieg bei ansonsten gleicher Fütterung ist aussagekräftiger als der absolute Wert.
Bei älteren Katzen — etwa ab dem siebten Lebensjahr — sind drei Erkrankungen für rund 80 Prozent aller Fälle von vermehrtem Durst verantwortlich.
Die mit Abstand häufigste Ursache bei Katzen über zehn Jahren. Die Nieren verlieren schleichend ihre Fähigkeit, Urin zu konzentrieren. Die Katze scheidet mehr Flüssigkeit aus und gleicht das durch vermehrtes Trinken aus. Oft kommt Gewichtsverlust, stumpferes Fell und wählerisches Fressverhalten dazu.
Übergewichtige Katzen mittleren Alters sind besonders gefährdet. Der Körper kann Zucker nicht mehr richtig verwerten, die Nieren reagieren, indem sie Glukose und damit auch viel Wasser ausscheiden. Ein klassisches Warnzeichen: Die Katze frisst viel, nimmt aber trotzdem ab.
Bei Katzen ab zwölf Jahren sehr häufig. Der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren, das Tier wirkt unruhig, frisst mehr als sonst und verliert gleichzeitig Gewicht. Vermehrter Durst gehört zum typischen Bild.
Nicht jeder Anstieg der Trinkmenge ist krankheitsbedingt. In folgenden Situationen ist eine vorübergehende Zunahme erwartbar:
Wenn die erhöhte Trinkmenge einen klaren, zeitlich begrenzten Auslöser hat und sich innerhalb weniger Tage normalisiert, besteht zunächst kein Grund zur Sorge.
Eine ordentliche Abklärung ist nicht aufwändig. Im Normalfall nehmen wir eine Blutprobe und eine Urinprobe. Blutwerte liefern Hinweise auf Nierenfunktion, Blutzucker und Schilddrüsenhormone. Der Urin wird auf Konzentration, Zucker und Eiweiss untersucht. Oft ergibt sich aus diesen beiden Untersuchungen bereits eine klare Richtung.
Bei Unklarheit folgen ein Ultraschall der Bauchorgane oder — bei Verdacht auf Diabetes — ein Fruktosamin-Test, der den durchschnittlichen Blutzucker der letzten zwei bis drei Wochen abbildet.
Notiere über drei bis fünf Tage:
Diese Daten ersparen uns Rätselraten und beschleunigen die Diagnose erheblich. Wenn du ohnehin ein Tagebuch für dein Tier führst, hast du hier einen klaren Vorteil.
Der wichtigste Satz in der Katzenmedizin: Katzen verstecken Krankheiten lange. Wenn sich das Verhalten sichtbar verändert, ist das Problem meistens nicht mehr ganz frisch.
Miss in den nächsten drei Tagen die Trinkmenge deiner Katze und notiere das Körpergewicht. Wenn der Wert deutlich über 100 Millilitern pro Kilogramm liegt oder begleitende Symptome auftreten, vereinbare zeitnah einen Termin. Im Tagebuch deines Tiers kannst du diese Werte strukturiert festhalten und bei Bedarf deiner Tierärztin mitgeben.